Bestandteile und Elemente einer Treppenanlage.

22. Juli 2019

Eine Treppe darf sich erst so nennen, wenn sie mindestens drei Stufen beziehungsweise zwei Steigungen aufweist. Und als Geschosstreppe wird sie bezeichnet, sobald sie zwei Etagen verbindet. Je nach Treppenart kann ihr Konstruktionsprinzip sehr vielfältig sein. Was sich jedoch in allen Treppenmodellen wiederfindet, sind die grundlegenden Bestandteile der Auf- beziehungsweise Abstiege. Der wichtigste und bei manchen Anlagen, wie beispielsweise Kragstufentreppen, auch einzige Bestandteil sind die Trittstufen. Außerdem bedeutsam: der tragende Unterbau, Sicherheitselemente wie Geländer und modellbedingte Bauteile wie Podeste.

Unterbau und Wangen: Das Treppen-Skelett

Der Unterbau ist gewissermaßen das Skelett, an dem eine Treppenanlage befestigt ist. Er kann aus einem oder zwei Tragholmen bestehen, auf die die Stufen aufgesetzt werden, massiv gemauert sein oder in Form sogenannter Wangen gestaltet werden. Dies ist die Bezeichnung für die rechts und links der Stufen durchgängig verlaufenden tragenden Elemente. Wangen, ebenso wie Holme, bestehen in dem meisten Fällen aus Metall oder Holz. Sie sind die bevorzugte Art des Treppen-Unterbaus im Wohnbereich. Auf einen massiv gemauerten Unterbau setzt man eher im Außenbereich oder im Treppenhaus mehrstöckiger Gebäude.

Stufen: Was sind Tritt- und Setzstufen?

Wer den Bau einer Treppenanlage plant, wird schnell feststellen, dass es mehrere Arten von Stufen gibt: Da ist mal von Trittstufen die Rede – und dann wieder von Setzstufen. Die Unterscheidung ist ganz einfach: Trittstufen sind die Oberflächen, auf die der Nutzer tritt. Setzstufen hingegen sind die bei manchen Treppenanlagen vertikal darunter angebrachten Bauteile, die die Trittstufen abstützen. Bei offenen Treppenanlagen wird auf Setzstufen gänzlich verzichtet – was jedoch unmöglich ist, ist das Weglassen von Trittstufen bei der Treppenkonstruktion. Als Materialien für Trittstufen ist heute eine Vielzahl von Varianten möglich: von Holz über Metall bis hin zu Beton, Kunststoff, Stein und Glas.

Sicherheit geht vor: Geländer und Handläufe

Aus vielen Gründen sinnvoll ist das Anbringen von Geländern oder Handläufen an einer Treppenanlage: Neben dem sicheren Begehen durch die seitliche Schutzwirkung und die Möglichkeit des Festhaltens zählt auch die optische Wirkung zu diesen Gründen. Denn Treppengeländer und Handläufe sind im modernen Treppenbau inzwischen viel mehr als funktionale Sicherheitselemente. Sie werden zu raffiniert gestalteten Eye Catchern, die die Wirkung der Treppe reizvoll unterstreichen. Dabei kommen den Treppenbauern die Vielfalt an Materialien und die modernen Bearbeitungsmöglichkeiten der verschiedenen Werkstoffe, beispielsweise mittels CNS-Fräsen, zugute. Geländer bestehen heute längst nicht mehr nur aus einfachen Metall- oder Holzstreben. Sie können vollflächig mit Glas ausgekleidet sein, als Betonbrüstung gestaltet werden oder kunstvolle Formen annehmen. Auch für moderne Handläufe gilt: Funktionale Nutzerfreundlichkeit und auffällige, innovative oder elegante Designs können Hand in Hand gehen.

Modell-bedingt: Podeste und Spindeln

Nicht in jeder Treppenart zum Einsatz kommen Elemente wie Podeste und vertikale Tragpfosten, auch Spindeln genannt. Letztere werden bei speziellen Wendeltreppen, den Spindeltreppen, als zentrales Element genutzt, um das sich die Treppe geschmeidig nach oben windet. Podeste hingegen werden benötigt, wenn mehrläufige Treppen mit geradem Verlauf genutzt werden – um die einzelnen Treppenläufe zu verbinden. In diesem Fall spricht man von Zwischenpodesten oder Treppenabsätzen. Eine weitere Form des Treppenpodests ist das Anbringen einer horizontalen, ebenen Auftrittsfläche am Anfang beziehungsweise am Ende einer Treppe.